Deutschlands teures Sozialsystem – die jungen Generationen werden es zukünftig schwer haben!

Deutschlands teures Sozialsystem – die jungen Generationen werden es zukünftig schwer haben!

Der demografische Wandel bringt nicht nur Vorteile durch ein längeres und meist auch gesünderes Leben. In einer aktuellen Studie zeigt die Bertelsmann Stiftung, dass vor allem die jüngere Generation mit Geburtsjahren nach 2000 überproportional in unsere Sozialsysteme einzahlen wird, um das aktuelle Leistungsniveau erhalten zu können.


Grafik: Bertelsmann-Stiftung

Das heißt im Umkehrschluss: Die Beiträge für die Sozialabgaben werden drastisch steigen müssen, damit die Ausgaben für die Gemeinschaft zukünftig gedeckt sind.

Zukünftig werden die monatlichen Abgaben auf über 50 Prozent steigen müssen

Die Staatsausgaben für soziale Leistungen werden sich bis 2045 nahezu verdoppeln, auf unfassbare 1,6 Billionen Euro jährlich. Durch die Umlagesysteme in unseren Sozialversicherungen hat immer die jüngere Generation (Arbeitnehmer) den Großteil zu leisten. Die von der Stiftung beauftragte Universität Bochum hat berechnet, dass die Sozialversicherungsbeiträge auf mehr als über 50 Prozent der beitragspflichtigen Einkommen (Bruttoarbeitsentgelt) steigen werden. Heute sind knapp 20% fällig, je hälftig finanziert durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Da wir Menschen immer älter werden, steigen auch die Leistungsausgaben in den einzelnen Sozialversicherungszweigen: Die Rente muss länger gezahlt werden, die Gesundheitskosten explodieren, die Pflege muss finanziert werden.

Konkret in Zahlen heisst das

Heute finanzieren 100 Arbeitnehmer die Rente von 33 Rentenbeziehern. Gemäß der Studie werden im Jahr 2035 100 Arbeitnehmer bereits 50 Rentner finanzieren müssen.

Doch was bedeuten die Ergebnisse der Studie für die junge Generation?

Die Bertelsmann-Studie zeigt:  Ein im Jahr 1970 geborener Durchschnittsverdiener muss im Verlauf seines Erwerbslebens durchschnittlich rund 570.000 Euro für Sozialbeiträge aufbringen. Ein im Jahr 2010 geborener Arbeitnehmer mit identischem Einkommen wird bereits rund 741.000 Euro zahlen müssen. Das sind 171.000 Euro mehr, nur um das System so zu halten wie es aktuell ist. Die Leistungen werden dadurch nicht steigen.

 Was muss die Gesellschaft tun, um das Desaster abzuwenden?

Um unseren Lebensstandard und das Leistungsniveau der Sozialversicherung für alle zu erhalten ist eine Vielzahl von Maßnahmen notwendig. Stellschrauben wären:

  • Geburtenanstieg
  • moderate Zuwanderung von Menschen, die in den Arbeitsmarkt integriert werden können
  • höheres Beschäftigungsniveau
  • höheres Arbeitsvolumen
  • Erhöhung der Regelaltersgrenze, die sich an der steigenden Lebenserwartung orientiert (damit könnte die Rentendauer konstant gehalten werden)

Was kann oder muss jeder Einzelne tun?

Die privaten Versicherer bieten eine Vielzahl von Absicherungsmöglichkeiten, die individuell genutzt werden sollten. In vielen Fällen fördert auch der Staat die private Vorsorge:

  • Wir alle wissen: Die uns zustehende Rente wurde gesenkt. Durch die Absenkung dieser Bruttoversorgung leistet die Gesetzliche Rentenversicherung nur noch rund 40% des letzten Bruttoeinkommens. Die dadurch entstandene Versorgungslücke kann mit betrieblicher Altersvorsorge (bAV) oder der Riester-Rente weitestgehend geschlossen werden. Je nach individueller Situation sollten eines der beiden Modelle oder auch beide Modelle gemeinsam zielführend genutzt werden.
  • Die Gesetzliche Krankenversicherung hat ihr Leistungsniveau immer weiter eingeschränkt. So wurden beispielsweise in den 1970er Jahren Zahnersatzmaßnahmen noch vollständig geleistet. Heute liegt das Leistungsniveau bei hochwertigen Maßnahmen bei unter 30%. Hier besteht die Möglichkeit zielgenau Ergänzungstarife zu nutzen. Extrem wichtig ist zudem eine umfassende Absicherung für den Fall eines Krankenhausaufenthaltes. Denn ohne Zusatzabsicherung wird ein gesetzlich Krankenversicherter lediglich im nächst verfügbaren Versorgungskrankenhaus behandelt. Dabei ist egal, ob die benötigten Behandlungen dort optimal stattfinden können. 
  • Pflege trifft (fast) jede(n)! Vor allem aber Frauen. Die gesamte Bevölkerung wird immer älter und dadurch auch immer kränker. Frauen leben zudem statistisch fünf Jahre länger. Die Finanzierung der Leistungen ist zum Großteil auf die jüngere Generationen „verschoben“. Hier ist eine private Absicherung des Einzelnen sehr viel generationengerechter und leistungsstärker. Das war schon bei der Einführung der Plicht-Pflegeversicherung im Jahr 1996 allen klar und unbestritten. Trotz besseren Wissens wählte der Gesetzgeber das Umlageverfahren. Die Beiträge für die Pflegeversicherung haben sich seitdem drastisch erhöht: der Beitragssatz stieg von 1 Prozent des Bruttoeinkommens auf 3,05 Prozent, der Höchstbeitrag stieg auf unglaubliche 285 Prozent (von 29,91 EUR auf 123,90 EUR für Kinderlose). Mit einer dynamischen Pflegeabsicherung, die sich schrittweise an Ihren individuellen Bedarf anpasst, können Sie schon heute einen entscheidenden Absicherungsschritt gehen. Pflegeabsicherung ist nicht zuletzt auch Vermögenssicherung! Schützen Sie so Ihr angespartes Vermögen und Ihre Kinder vor hohen monatlichen Belastungen.

Das Fazit:

Natürlich ist die Gesellschaft, die Politik in der Pflicht zu handeln und vorzubeugen. Aber jeder Einzelne ist auch aufgerufen, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, sondern aktiv für sich privat zu sorgen: Zusatzrenten, private Krankenabsicherung und Pflegevorsorge sind hier die wichtigsten Schlagwörter.

Werden Sie aktiv und nehmen Sie das Zepter selbst in die Hand. Wir helfen Ihnen dabei, Ihr Leben strategisch zu planen…

Bleiben Sie neugierig

Ihre

Angelika Henker und Coleen Trebschick

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