Selbständig sein – selbständig werden (Teil 1)

Selbständig sein – selbständig werden (Teil 1)

Auch wenn wir in unserem privaten Alltag sehr selbständige Menschen sind, heißt das noch lange nicht, dass wir diese Selbständigkeit Eins zu Eins in unser berufliches Dasein übertragen möchten. Den sicheren Hafen einer Festanstellung zu verlassen, die Segel zu hissen und auf die offene See zu fahren, ohne genau zu wissen, was der nächste Tag bringt, ist schon ein Wagnis.

Nun will ich nicht behaupten, dass ich vor mehr als neun Jahren Christopher Columbus nacheifern wollte als ich meinen sicheren Hafen in der Bank verließ. Ich kam mir aber im Laufe der Jahre manchmal so vor! In den Anfängen gab es einige Klippen zu umschiffen: behördliche Auflagen, Genehmigungen und Einschränkungen.

Untiefen und Unwetter selbständig umschippern…

Es gab Untiefen: Wie finde ich meine Mandanten? Kann ich meinen Anspruch der Unabhängigkeit durchsetzen? Und es ziehen immer wieder Unwetter auf: Auch mal ein “Nein” akzeptieren, Niederlagen ertragen und Rückschritte als Chance wahrnehmen. Sich jeden Tag auf´s Neue selbst motivieren, immer wieder neu erfinden, das Angebot kontinuierlich anpassen und erweitern. Das alles genau dann, wenn man vielleicht eh gerade nicht so gut drauf ist.

Und dann gibt es diese absoluten „Traumschiff-Tage“…

Die Sonne scheint, eine leise Brise trägt mich stetig in Richtung meines Ziels, keine Krankheiten an Bord, die Sterne sind mir gut gesonnen. Alles läuft am Schnürchen und wie von selbst. Das sind die Tage, für die man alles andere in Kauf nimmt.

…Selbstbestimmt und selbständig sein, für sich selber und die eigenen Ziele arbeiten, ohne sich einem Vorgesetzten gegenüber zu rechtfertigen. Genau das zu tun, was ich wirklich gut kann, Herausforderungen meistern und an ihnen wachsen…

Frei und unabhängig sein!

Es gehört dazu, sich immer wieder zu hinterfragen und auch mal, an sich zu zweifeln. Und genau dann heißt es: weitermachen – selbst und ständig! Aus heutiger Sicht habe ich diese abgedroschene, aber wahre Phrase an die Stelle einer viel Schlimmeren gesetzt: „Solange Du Deine Füße unter meinen Tisch setzt…“ war von den Eltern noch lieb gemeint, vom Vorgesetzten nicht mehr.

Leinen los!

Dies ist ein Appell an alle, die eigene Ideen und Ziele in Angriff nehmen. Wenn ihr schon länger davon träumt, Euer eigener Herr zu sein, dann macht die Leinen los, hisst die Segel und startet in euere selbstbestimmte Zukunft.

Nichts ist schlimmer als irgendwann ein wehmütiger Blick zurück mit den Gedanken „Hätte ich doch…“ und „Was wäre wenn?“.

Seid mutig!

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