Stark durch das Leben gehen: So steigern Sie Ihre Resilienz (Teil 2)

Stark durch das Leben gehen: So steigern Sie Ihre Resilienz (Teil 2)

Erinnern Sie sich? Im ersten Beitrag unserer Reihe haben wir uns kritisch hinterfragt und vielleicht entdeckt, dass wir nicht ganz so stark sind, wie wir in manchen Situationen gerne wären. Uns erging es zumindest so!

Die erste Frage hierbei lautete: „Akzeptiere ich, was geschieht? Es ist, wie es ist? Was vorbei ist, ist vorbei?“

„Nichts geht mehr – Rien ne va plus“

Wer schon mal im Casino war, kennt diesen Satz. Nichts kann im Nachhinein verändert werden. Wir haben daraus gelernt, Erfahrungen gesammelt. Manche Entscheidung war gut. Über andere sprechen wir heute nicht mehr gerne.

Doch egal! Alles hat uns zu dem gemacht, was oder wer wir heute sind. Und das ist zumeist gut so. An manchen Ecken können wir noch etwas feilen – da sind wir ja gerade dran! Unser Kopf weiß, dass „hätte, wäre, wenn“ keinen Sinn hat. Jetzt muss nur noch Bauch und Herz ein Einsehen haben.

Unsere Fragen von oben führen uns zur Überlegung: Bin ich bereit, alte Pfade zu verlassen? Was bisher war, kenne ich doch so gut. Das Ergebnis ist zwar nicht toll, es fühlt sich aber bequem und sicher an.

Doch an alten Zöpfen festzuhalten, macht unflexibel. Wir müssen ja nicht gleich unser gesamtes Leben neu erfinden, sondern nur Gewohntes auf neue Art und Weise tun.

Ein Rückblick sei gestattet

Schauen wir doch auf unserer Lebensbahn nochmal kurz zurück. Wie oft haben wir etwas Neues gemacht, uns darauf eingelassen… und es war toll!

Irgendwann haben wir uns als Kind nicht mehr auf Knien vorwärts gerobbt, sondern haben vorsichtige Schritte gewagt. Wir waren unermüdlich. Wir hatten unseren ersten Schultag, unseren ersten Schwarm, unseren ersten Kuss und die erste Liebe, den ersten Liebeskummer, das erste Auto, die erste eigene Wohnung…

Der erste Schwarm war ein Idiot, das erste Auto eine Gurke, beim ersten Liebeskummer dachten wir, wir würden sterben und die erste Wohnung war mehr eine teilmöblierte Behausung.

So what? Es war ein Anfang, eine Erfahrung, ein Ausgangspunkt. Von hier aus ging es immer weiter und es wurde immer besser!

Nochmal: Es hat uns zu dem gemacht, der wir heute sind.

Jetzt blicken wir nach vorne

Je älter wir werden, desto weniger schätzen wir Veränderungen. Und doch sind sie wie das Salz in der Suppe. Denn nur durch Veränderung entwickeln wir uns weiter. Gut ist, dass uns keiner zwingt, etwas anders zu machen. Wir entscheiden selbst.

Wir haben sogar die Entscheidung darüber, wie wir uns fühlen. Geht es mir mit einer Situation gut oder nicht? Will ich etwas daran ändern oder nicht? Bleibe ich stehen oder gehe ich weiter? Lässt mich die Angst vor dem Neuen erstarren oder lässt mich diese Angst einfach nur wachsam sein?

Stark: Was haben wir im Leben schon alles geschafft!

Wenn wir die einschneidenden Ereignisse im Leben, die uns geprägt haben, einmal aufschreiben (tun Sie es doch tatsächlich mal – uns hat es sehr geholfen!), sehen wir plötzlich, was wir schon alles gemeistert haben. Das soll uns doch erst einmal jemand nachmachen! Wir können stolz auf uns sein.

Klar… es kommen bestimmt neue Krisen und Veränderungen. Aber auch die werden wir meistern, so wie wir alles bis hierhin geschafft haben.

Unser persönlicher Rückblick endete mit folgendem Fazit: Nichts hat uns umgebracht. Wir sind immer noch hier. Also haben wir bis hierhin vieles richtig gemacht.

So, wie wir akzeptieren, dass wir Vergangenes nicht ändern können, so dürfen wir auch  Kostbares in unserer Erinnerung hegen und pflegen. Denken Sie an Momente im Leben, die absolut perfekt waren. Wir waren eins mit uns selber, alles war genau so, wie es sein sollte.

Diese Momente des Glücks dürfen wir festhalten. Nutzen wir diese Momente, konservieren wir sie und beschwören wir sie herbei, wann immer wir etwas Positives brauchen.

Unsere Fazite für uns:

  • Akzeptieren heißt respektieren – am meisten uns selber.
  • Es muss nicht immer schneller, besser, größer, anders gehen. Wir sind gut so, wie wir sind.
  • Uns selbst zu stärken, kostet die gleiche Energie, wie uns durch Festhalten an alten Zöpfen zu schwächen – Ab sofort stärken wir uns.
  • Im Leben werden wir immer wieder in Situationen geraten, die uns ungerecht erscheinen – aber müssen wir immer Recht behalten? Frei nach dem Motto „Du hast Recht und ich meine Ruhe“ lebt es sich ab und an auch ganz gut.

Im nächsten Beitrag werden wir zu professionellen Optimisten…

Bleiben Sie neugierig!

Ihre

Angelika Henker und Coleen Trebschick

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